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Aktuelles - Februar 2012

Die strafrechtliche Aufarbeitung der Franco-Diktatur

Prof. Francisco Muñoz Conde, Sevilla, referiert am 23. Februar in der FernUniversität

Zu einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung am Donnerstag, 23. Februar, laden die Juristische Gesellschaft Hagen e.V. und das Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften zusammen mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität in Hagen Interessierte ein. Prof. Dr. Francisco Muñoz Conde, Universität Pablo de Olavide, Sevilla, spricht über „Die strafrechtliche Aufarbeitung der Franco-Diktatur – Die unvollendete Transition“. Beginn ist um 17 Uhr im TGZ-Gebäude der FernUniversität in Hagen, Universitätsstraße 11, 58097 Hagen, Raum F 09 (Erdgeschoss).

Wie manches andere Land Europas hat bekanntlich auch Spanien vor der Frage gestanden, wie es mit den Verbrechen einer überwundenen Diktatur umgehen soll. Aktueller Anlass des Vortrags von Prof. Munoz-Conde ist insbesondere der kürzlich begonnene Prozess wegen Rechtsbeugung gehen den Richter Balthasar Garzön, der einen Strafprozess wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Franco und andere Hauptverantwortliche der Diktatur 30 Jahre nach deren Tod einleiten wollte. Der Referent wird diese konkrete Thematik in die allgemeine Thematik der rechtlichen Transition einbetten.

Prof. Munoz Conde ist Lehrstuhlinhaber für Strafrecht an der Universidad Pablo de Olavide in Sevilla. Außer als Strafrechtler ist er auch als Kenner der Juristischen Zeitgeschichte ausgewiesen. Durch Gastprofessuren und Vorträge, vor allem in Deutschland, USA, Mittel- und Südamerika, aber auch in Japan, Korea und China, hat er weltweit in beiden Forschungsgebieten Bekanntheit erlangt.

Gerd Dapprich | 06.02.2012
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