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Aktuelles - November 2017

Frauenpower an Unis: „Ein unglaublicher Gewinn!“

Die Gleichstellungsbeauftragten haben sich im Gebäude 3 der FernUniversität für ein Gruppenbild aufgestellt.
Trotz heftiger Staus auf den Autobahnen fanden die Gleichstellungsbeauftragten der nordrheinwestfälischen Hochschulen und Universitätskliniken in großer Zahl zum Hagener Campus. (Foto: FernUniversität)

Bereits zum fünften Mal tagte sie an der FernUniversität in Hagen: die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätskliniken des Landes Nordrhein-Westfalen, kurz LaKof NRW. Kirsten Pinkvoss, die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule, wurde zu einer von insgesamt vier Landesprecherinnen gewählt. Als solche vertritt sie genderpolitischen Interessen auf Landesebene – zum Beispiel als Repräsentantin in den Ministerien.

Der Einsatz für mehr Gleichberechtigung hat nach wie vor eine hohe Relevanz. Beim öffentlichen Teil machte die Rektorin der FernUniversität Prof. Dr. Ada Pellert in ihrem Grußwort keinen Hehl aus dem noch immer unbefriedigenden Status Quo: „Von 28 EU-Mitgliedstaaten befindet sich Deutschland in Sachen Gleichstellung nur im Mittelfeld.“

Diversität im Blick

Mit ihrer Aussage bezog Prof. Pellert sich auf die jüngst erschienene dritte Ausgabe des Gender Equality Index der Europäischen Union. Ein Lichtblick hingegen stelle die genderpolitische Agenda der Hagener Hochschule dar: „Ich bin froh, an der FernUniversität zu sein, weil ich das Gefühl habe, dass das Thema Gleichstellung hier ernstgenommen wird.“ Ada Pellert verwies in diesem Zusammenhang auch auf die hinsichtlich Geschlecht, Alter und Lebenssituation besonders durchmischte Studierendenschaft: „Unsere Hochschule hat sich der Diversität sehr stark verschrieben.“ Zudem ging sie auf aktuelle Maßnahmen zur Förderung von Gendergerechtigkeit in der Forschung und der Lehre ein. Generell sei ein hoher Frauenanteil immer ein „unglaublicher Gewinn“ für eine wissenschaftliche Umgebung.

Auch Kirsten Pinkvoss lobte die strategische Vorgehensweise der Hochschule für mehr Gendergerechtigkeit. Ferner betonte sie die gute Ausgangslage der Gleichstellungstelle auf dem Hagener Campus: „Wir sind ein Team mit hoher Schlagkraft. Zudem haben wir eine enge Anbindung an die Hochschulleitung und eine gute finanzielle Ausgangslage.“ Kirsten Pinkvoss würdigte auch die Mitarbeit der LaKof bei der Optimierung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG), das eine entscheidende Grundlage im Einsatz für mehr Gleichberechtigung in Nordrhein-Westfalen bildet.

Berichte aus den Landesministerien

Zur Arbeit der LaKof NRW gehört auch der konstruktive Austausch mit den Landesbehörden: Aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung war Gabriela Rosenbaum zu Gast. Die Leiterin des Referats „Gleichstellung im öffentlichen Dienst, Frauenpolitik in Kommunen“ berichtete über derzeitige genderpolitische Aktivitäten. Hierbei fasste sie auch die Änderungen zusammen, die die Neuausrichtung des Ministeriums nach dem Regierungswechsel mit sich bringt. Aktuelle Entwicklungen im Ministerium für Kultur und Wissenschaft stellte Dr. Friederike von Hugo vor. Als Mitarbeiterin im Referat „Gleichstellung von Frau und Mann, Gender Mainstreaming“ sprach sie dabei unter anderem haushaltsorganisatorische Aspekte an. Darüber hinaus regte Valerie Daum, die in der Koordinierungsstelle der LaKof NRW tätig ist, mit einem Impulsvortrag zu „Gender-Budgeting“ eine lebhafte Debatte unter den Teilnehmerinnen an.

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Benedikt Reuse | 14.11.2017
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